Wallenstein, ein Herzog von
Mecklenburg – Güstrow und Bellin
Zwei Jahre lang residierte Wallenstein als Herzog von
Mecklenburg. Das imposante Renaissance Schloss in Güstrow
erwählte er zu seiner Residenz. Wie es dazu kam und
welche Folgen es für Stadt und Land hatte, erfahren
Sie auf einem Gang zum Schloss. In Sichtweite steht der
wuchtige Dom, angefangen romanisch, vollendet als gotischer
Dom. In dem nördlichen Seitenschiff schwebt das von
Barlach geschaffene Ehrenmahl, der Schwebende, lautlos,
mit dem Antlitz ähnlich Käthe Kollwitz, in die
Unendlichkeit blickend.
Die Bürgerstadt
hatte ihre eigene Kirche, breit und mächtig steht
die Pfarrkirche St. Marien im Zentrum. Sie beherbergt
einen wunderbaren Hochaltar, geschaffen von Jan Bormann.
Der jüngste Ehrenbürger Güstrows ist
der Bildhauer Ernst Barlach. 2010 bekam er die Ehrenbürgerwürde
posthum verliehen. Er sah schon zu Lebzeiten in der
Gertrudenkapelle den „würdigen Ort“
für seine Kunst. Hier warten heute der „lesende
Klosterschüler“, die „Frau im Wind“,
„die Hexe“ und weitere Plastiken auf Ihren
Besuch.
Eingebettet in die hügelige Moränenlandschaft
in der Mecklenburgischen Schweiz liegt südlich
von Güstrow das kleine Dorf Bellin, ein Ort der
Stille. Hoch im Gewölbe wurden im Mittelalter den
Gläubigen die Freuden des Himmels und auch die
Hölle malerisch aufgezeigt.
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